Akademikerinnen in Informatik-Berufen
Sechs von zehn Frauen in IT-Berufen sind Akademikerinnen. Insgesamt stellen Frauen dennoch nur gut ein Fünftel der akademisch qualifizierten IT-Beschäftigten. Die Daten zeigen, in welchen Altersgruppen, Tätigkeitsfeldern und Anforderungsniveaus Akademikerinnen besonders vertreten sind und wie sich ihre Beteiligung im Zeitverlauf entwickelt hat.
Akademisch qualifizierte Beschäftigte spielen eine wichtige Rolle für die Entwicklung der IT in Deutschland. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Informations- und Kommunikationstechnik-Berufen (IKT-Berufe) ist zwischen 2015 und 2025 von rund 687.000 auf 1,15 Millionen gestiegen. Gleichzeitig hat die Bedeutung akademischer Qualifikationen deutlich zugenommen: Der Anteil der IT-Beschäftigten mit Fachhochschul- oder Hochschulabschluss stieg im selben Zeitraum von 43 auf 52 Prozent.1
Für Frauen in der IT stellt ein Hochschulabschluss einen wichtigen Zugangskanal dar, da sie zuletzt in Informatik- und IT-nahen Studiengängen mit 23,2 Prozent deutlich stärker vertreten waren als in den entsprechenden Ausbildungsberufen mit 12,4 Prozent. (Ausführlichere Informationen zur Beteiligung von Frauen in IT-Studiengängen und Ausbildungsberufen finden sich in den Daten-Specials zu Studium und Ausbildung)
Starke Veränderungen im Frauenanteil bei jüngeren Akademiker*innen
Höhere Frauenanteile auf allen Anforderungsniveaus
* Das Anforderungsniveau „Fachkraft” umfasst beispielsweise Berufe wie Fachkraft für Systemintegration oder IT-System-Kaufmann/-frau. Wer einen Bachelor in Wirtschaftsinformatik vorweisen kann oder als Data Analyst*in arbeitet, gehört zu den Spezialist*innen. Dem höchsten Anforderungsniveau Expert*innen werden zum Beispiel KI-Engineers oder IT-Anwendungsberater*innen zugeordnet.
Auch Akademikerinnen bleiben in Softwarentwicklung und Programmierung deutlich unterrepräsentiert
* Informatik-, Informations- und Kommunikationstechnologieberufe lassen sich vier verschiedenen Arbeitsschwerpunkten zuordnen. Zur Berufsgruppe „Informatik“ gehören Berufe in den Bereichen Wirtschaftsinformatik, Technische Informatik, Bio-, Medizininformatik, Geoinformatik und Medieninformatik. Ein zweiter Schwerpunkt umfasst Berufe in den Bereichen IT-Systemanalyse, IT-Anwendungsberatung und IT-Vertrieb. Zu der dritten Berufsgruppe zählen Berufe in den Bereichen IT-Netzwerktechnik, IT-Koordination, IT-Administration und IT-Organisation, die vierte umfasst alle Berufe in der Softwareentwicklung und in der Programmierung.2
Quellen
1 Bundesagentur für Arbeit – Statistik (2026): Blickpunkt Arbeitsmarkt: Akademikerinnen und Akademiker, Kapitel 2.2 Informatik.
2 Bundesagentur für Arbeit – Statistik/Arbeitsmarktberichterstattung (2020): Klassifikation der Berufe 2010 – überarbeitete Fassung 2020, Systematisches Verzeichnis.
Hinweise zu den Daten
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Datenquellen:
Beschäftigte in Informatik- und anderen IKT-Berufen insgesamt: Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) 2026: Datenbank Beschäftigung
Anmerkungen:
Die Angaben beziehen sich jeweils auf den Stand im Dezember des entsprechenden Jahres.