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Frauen in Informatik-Berufen

Wie hat sich der Frauenanteil in Informatik-Berufen seit 2013 entwickelt? Unser Daten-Special liefert einen kompakten Überblick und zeigt, in welchen IT-Berufen Frauen etwas stärker vertreten sind und wo noch große Lücken bestehen.

Deutlich mehr Frauen in IT-Berufen, aber nach wie vor stark unterrepräsentiert

Seit 2013 arbeiten mehr als doppelt so viele Frauen in Informatik- und IKT-Berufen. Ihr Anteil bleibt aber im Vergleich zum Männeranteil nach wie vor gering.

Im Jahr 2025 lag der Frauenanteil unter den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Informatik- und anderen IKT‑Berufen (Informations- und Kommunikationstechnik) bei 18,9 Prozent. Gegenüber 16,1 Prozent im Jahr 2013 bedeutet das lediglich eine geringe Steigerung von 2,8 Prozentpunkten. 

Ein deutlich dynamischeres Bild zeigt der Blick auf die absoluten Zahlen:  Die Zahl der weiblichen Beschäftigten hat sich von 97.313 im Jahr 2013 auf 207.891 im Jahr 2025 mehr als verdoppelt. Parallel wuchs die Zahl der Männer in Informatik- und IKT-Berufen von etwa 500.000 im Jahr 2013 auf knapp 900.000 Beschäftigte im Jahr 2025. Dadurch blieb das Verhältnis von Frauen und Männern über die letzten 12 Jahre weitestgehend konstant.


Deutliche Unterschiede bei der Berufswahl im IT- und IKT-Bereich

Je nach Informatik-Berufsgruppe variiert der Anteil weiblicher Beschäftigter beachtlich. In keiner der vier Berufsgruppen überschreitet er jedoch die Marke von 25 Prozent.

Die höchste Beteiligung von Frauen zeigt sich in der Berufsgruppe „IT-Systemanalyse, Anwenderberatung und IT-Vertrieb“. Von den knapp 240.000 Beschäftigten im Jahr 2025 waren mit 57.972 Frauen fast ein Viertel der Beschäftigten weiblich.

In der Berufsgruppe „Informatik“ arbeiteten ähnlich viele Frauen (58.006). Aufgrund der größeren Gesamtzahl von rund 280.000 Beschäftigten lag der Frauenanteil hier jedoch nur bei 20,8 Prozent.

Am wenigsten Frauen (43.000) waren 2025 in der Berufsgruppe „IT-Netzwerktechnik, -Koordination, -Administration und -Organisation“ beschäftigt. Mit einem Anteil von 17,6 Prozent besetzten Frauen hier nur knapp jede sechste Stelle.

Den niedrigsten Frauenanteil weist die zugleich größte Berufsgruppe „Softwareentwicklung und Programmierung“ auf. Unter den knapp 340.000 Beschäftigten waren rund 49.000 Frauen – dies entspricht lediglich 14,5 Prozent.

Insgesamt liegt der Abstand zwischen der Berufsgruppe mit dem höchsten und derjenigen mit dem niedrigsten Frauenanteil bei rund zehn Prozentpunkten. Damit wird deutlich:  Die Präsenz von Frauen in Informatik- und IKT-Berufen variiert je nach Tätigkeitsfeld deutlich, ist aber in allen Bereichen vergleichsweise gering.


Wenig Dynamik bei der Entwicklung des Frauenanteils in den Informatik-Berufsgruppen

Zwischen 2013 und 2025 verzeichneten alle Informatik‑Berufsgruppen nur einen geringen Anstieg des Frauenanteils.

Die deutlichste Veränderung zeigt sich in der Berufsgruppe „IT-Systemanalyse, Anwenderberatung, IT-Vertrieb“. Hier erhöhte sich der Frauenanteil von 18,5 Prozent im Jahr 2013 auf 24,3 Prozent im Jahr 2025 – ein Plus von rund sechs Prozentpunkten.  Damit liegt diese Berufsgruppe sowohl hinsichtlich der Entwicklung als auch beim Niveau des Frauenanteils an der Spitze der Informatik- und IKT-Berufe.

Etwas verhaltener fällt die Entwicklung in der Berufsgruppe „IT-Netzwerktechnik, -Koordination, -Administration und -Organisation“ aus. Über den Zeitraum von zwölf Jahren stieg der Anteil der Frauen von 14,1 auf 17,6 Prozent an.

Die Berufsgruppe „Informatik“ zeigt ebenfalls nur einen moderaten Aufwärtstrend. Der Frauenanteil kletterte hier von 18,6 Prozent im Jahr 2013 auf 20,8 Prozent im Jahr 2025. 

Den schwächsten Zuwachs an Frauen erfuhr die Berufsgruppe „Softwareentwicklung und Programmierung“. Hier stieg der Frauenanteil nur um 1,8 Prozentpunkte von 12,7 auf 14,5 Prozent. 

Hinweise zu den Daten

Anleitung zum Download der Grafik und Daten:

Die Grafiken und die zu Grunde liegenden Daten können jeweils durch einen Linksklick auf die drei Striche rechts oben am Rand der Grafik heruntergeladen werden. Bei Weiterverwendung der Grafiken oder Daten bitten wir um Angabe der Quellen.

Datenquellen:

Beschäftigte in Informatik- und anderen IKT-Berufen insgesamt: Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA), Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) 2026: „Beruf – Struktur – Entwicklung“ (BSE), genehmigte Vorabveröffentlichung.